Ganz oft bekomme ich Dinge zu hören wie: „Ich hab schon mal mit einem Grafiker / einer Grafikerin zusammengearbeitet, das Ergebnis war dann aber ganz anders, als ich es mir vorgestellt und gewünscht habe.“ Wie ich die Wahrscheinlichkeit dass das passiert minimiere, kannst du in diesem Artikel lesen.

Dass die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen DesignerIn und Kunden manchmal nicht ganz einwandfrei funktioniert, liegt in einigen Fällen schlichtweg an der zwischenmenschlichen Chemie. Meiner Erfahrung nach liegt es meistens aber an einer ganz anderen Sache… am Briefing.

Ein kleiner Exkurs: stell dir mal vor, du beauftragst einen Maler ein Bild für dich zu malen. Wie würdest du vorgehen? Würdest du einfach irgendeinen Maler nehmen, dessen Werke du noch nicht kennst? Wohl kaum, schließlich soll es ja ein schönes Kunstwerk werden, das deinen Geschmack trifft. Da es bei dir im Wohnzimmer hängen soll und du das Bild jeden Tag sehen wirst, würdest du dir also höchstwahrscheinlich einen Maler suchen, dessen Stil und Werke du schon kennst – und die dir persönlich auch gut gefallen.

Außerdem würdest du den Künstler nicht einfach beauftragen ein grünes Bild zu malen. Du würdest vielmehr ein Thema vorgeben: Wald, Wiese, Blätter, abstrakte Formen oder Grashalme – in welche Richtung soll das Gemälde gehen? Wo genau soll das Gemälde eigentlich hängen? Welche Grüntöne gefallen dir? Und welcher Stil gefällt dir, bzw. passt zu dir und deiner Einrichtung? All das sind Fragen, die es vorher gemeinsam abzuklären gibt. So können Unklarheiten vermieden und die Trefferquote des Resultates erhöht werden.

Genau dasselbe Szenario entsteht bei der Beauftragung einer Grafikerin oder eines Grafikers. Je genauer die Vorstellungen des Produktes abgeklärt werden, umso zufriedener wirst du mit dem Endprodukt sein.

 

Bei einem persönlichen Briefinggespräch versuche ich einerseits das Geschäft meiner KundInnen kennenzulernen, andererseits aber auch die Person, die dahinter steht.

 

Ich stelle Fragen und versuche herauszufinden, wofür das Unternehmen steht, wie Kunden es  wahrnehmen sollen und welche „Message“ das Design vermitteln soll.

Durch diese individuellen und gezielten Fragen möchte ich ermitteln, welcher Style, welche Farben und insbesondere welches Gesamtbild zu dem jeweiligen Business passt. In welcher Branche arbeitet das Unternehmen? An welche Zielgruppe richtet es sich? Wie sehen die Kunden das Unternehmen und – noch wichtiger – wie sollen sie es sehen?

Besonders bei Einpersonenunternehmen ist es mir wichtig, dass der grafische Auftritt zur Persönlichkeit der Firma sowie des Unternehmers passt – das wirkt authentisch und macht auch meine KundInnen glücklich.

Wenn ich all diese angeführten Fragen im Vorhinein nicht genau mit den KundInnen abgesprochen werden, kann das Ergebnis in zwei Richtungen gehen. Entweder man schafft eine glückliche Punktlandung und die Kunden bekommen genau das, was sie wollten (manchmal auch ohne dass es ihnen tatsächlich bewusst ist), oder man schießt komplett daneben. Das kostet dann Nerven, Geld und Zeit und das gegenseitige Vertrauen zwischen GrafikerIn und Kunden leidet darunter. Eine Zusammenarbeit ohne genaue Absprache ist also in diesem Bereich nicht sinnvoll.

Deshalb läuft bei mir ohne Briefing gar nichts – und das positive Feedback meiner KundInnen spricht sich dafür!

 

Danke für’s Lesen.

Mit sonnigen Grüßen

Sophie

 

 

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